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Wie läuft eine Behandlung ab?
Normalerweise läuft die Behandlung so ab, dass
der Patient in die Praxis kommt und untersucht wird.
Die Blutegel werden angesetzt. Die Menge ist abhängig
von der Erkrankung und dem Ausmaß. Teilweise
wird, damit der Blutegel schneller beißt, die
Haut meist mit einer kleinen Blutlanzette (bekannt
vom Zuckertest) angepiekst. Die Blutegel saugen nun
so lange, bis sie satt sind, das dauert unterschiedlich
lange. Wie bei uns Menschen gibt es Fleißige
und nicht so Fleißige. So kann es sein, dass
ein Blutegel schon nach 10 Minuten satt ist, es kann
sich aber auch über 2 bis 3 Stunden hinziehen.
Der Biss des Blutegels ist wenig schmerzhaft, vergleichbar
mit einer Brennnesselberührung, und hinterlässt,
wenn überhaupt, eine kleine Narbe, die aussieht
wie ein Mercedes Stern.
Nach der
Behandlung
Sollte der Patient sich für den Rest des Tages
ruhig verhalten, damit sich der Verband nicht so schnell
löst und der ganze Bereich sich in Ruhe durchbluten
kann.
Nach ca. 12 -36 Stunden hört die Wunde meist
auf zu bluten, das ist aber abhängig von der
Stelle an welcher der Blutegel gebissen hat. Wenn
die Wunde wieder zu ist, kann der Patient eigentlich
alles wieder wie gewohnt machen. Es kann sein, dass
der Bereich etwas juckt, da es zu einer kleinen lokalen
Entzündung kommt. Das einfachste Mittel dagegen
ist die eigene Spucke oder Teebaumöl. Nach einer
Woche kann frühstens erneut ein Blutegel in dem
Bereich angesetzt werden.
Kontraindikationen:
Bei folgenden Personen sollten
keine Blutegeltherapie angewendet werden, da hier
Komplikationen entstehen können.
- Bei Blutern (auch nicht bei Medikamente wie ASS
oder Marcumar)
- Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
- Bei sehr niedrigem Blutdruck
- Quecksilbervergiftungen
- Schwere Leberschädigungen
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